Netflix, Spotify und Co.: Mit diesem kleinen Trick sparen Serien- und Musik-Fans bares Geld

Berlin, 3. Juli 2018. 10,99 Euro fürs Netflix-Abo, 9,99 Euro für Spotify und weitere 7,99 Euro für die Mitgliedschaft bei PlayStation Plus: Wer Serien, Musik und Videospiele liebt, zahlt schnell 30 Euro und mehr für seine Leidenschaft. Und das jeden Monat. Doch es geht auch günstiger: Mit VPN-Clients können Serien- und Musik-Fans bares Geld sparen, ohne Abstriche beim Medienkonsum machen zu müssen. Der Grund ist einfach: Netflix, Spotify & Co. bieten ihre Dienste in einzelnen Ländern zu verschiedenen Preisen an. In Deutschland kostet Netflix im Standard-Tarif so zum Beispiel 10,99 Euro, in der Türkei umgerechnet nur 5,66 Euro. Wie Verbraucher von diesen Preisunterschieden profitieren können und wie viel Rabatt drin ist, erklärt das Verbraucherforum mydealz.de.

 

4,99 Euro zahlen Studenten aktuell in Deutschland für ein Spotify-Premium-Abo, 1,41 Euro (6,99 türkische Lira) in der Türkei. Der Musikstreaming-Dienst ist damit keine Ausnahme, sondern liegt ziemlich genau im Mittelfeld. Das Verbraucherforum mydealz wollte wissen, wie stark die Preise von zwanzig führenden Anbietern aus den Bereichen Film, Gaming, Musik und Sport weltweit schwanken. Im Schnitt stießen die Tester auf Preisunterschiede von 207,3 Prozent. Wer in Deutschland lebt, zahlt verglichen mit dem günstigsten Land also doppelt so viel für den gleichen Service. Monatlich bedeutet dies bei jedem der zwanzig getesteten Anbieter einen Aufpreis von durchschnittlich 10,89 Euro.

 

Im Sport und Gaming-Bereich können Verbraucher am meisten sparen

Wer Basketball, Eishockey oder Football mag oder einfach nur gerne online auf der Playstation oder Xbox daddelt, sollte diesen Artikel genau lesen, denn in keinem anderen Bereich lässt sich mit dem „VPN-Trick“ mehr Geld sparen: 15,47 Euro (244,4 Prozent) können Sportfans im Mittel sparen, wenn sie ein Streaming-Abo für die NBA, NFL oder NHL nicht in Deutschland, sondern im Ausland abschließen. Wer dort Mitglied bei PlayStation Plus oder Xbox Live Gold wird, spart gegenüber den deutschen Preisen im Mittel immerhin noch 12,84 Euro (89,6 Prozent). 

 

Wer denkt, dass Streaming-Abos für die NBA, NFL oder NHL in den USA am günstigsten sind, täuscht sich. Der „NBA League Pass“ ist in Indien besonders preiswert: 52,66 Euro kostet hier das Abo für die Saison, 64,99 Euro sind es in Deutschland. Wer mit dem Kauf einer „Pro Annual Subscription“ für die NFL liebäugelt, sollte in Chile zuschlagen. Das Football-Abo kostet in Südamerika statt 21,99 Euro umgerechnet nur 8,25 Euro. Und für Eishockey-Fans lohnt sich der virtuelle Besuch in Australien: „Down under“ kostet das „All Access Yearly“-Abo für alle NHL-Spiele statt 98,56 nur 74,64 Euro. 

 

Auf der Südhalbkugel werden auch Gamer fündig, die nach einer besonders preiswerten „Xbox Live Gold“-Jahresmitgliedschaft suchen: In Brasilien kostet diese umgerechnet nur 35,12 Euro, 24,87 Euro weniger als hierzulande. Für sparsame Besitzer einer Sony Playstation ist Asien hingegen – wenig überraschend – ein guter Tummelplatz. Mit 27,06 Euro fällt die „PlayStation Plus“-Jahresmitgliedschaft in Malaysia satte 32,93 Euro (121,7 Prozent) günstiger aus als in Deutschland. Und wer für 9,20 Euro ein Drei-Monats-Abo für das „Playstation Plus“-Programm abschließt, spart in Hong Kong gegenüber Deutschland (24,99 Euro) sogar 171,6 Prozent. 

 

Netflix, Spotify & Co. sind im Ausland deutlich günstiger als hier bei uns

Noch höhere Ersparnisse warten jenseits der Landesgrenzen auf Fans von Musik. Zwar nicht in absoluten, dafür aber in relativen Zahlen: Das „Individual“-Abo von Apple Music kostet in Indien beispielsweise bloß 1,79 Euro, in Deutschland aber „stolze“ 9,99 Euro – also mehr als das Fünffache. Ähnlich stark klaffen die Preise für das „Premium+“-Abonnement des Musik-Streaming-Dienstes Deezer auseinander: Deezer berechnet für ein Abo in Deutschland 9,99 Euro pro Monat, in der Türkei aber nur 1,90 Euro. Und auch das „Premium“-Abo von Spotify ist in Deutschland mit 9,99 Euro 366,8 Prozent teurer als in Vietnam (2,14 Euro). 

 

Wer lieber mit Napster (135,8 Prozent günstiger in Brasilien) oder Soundcloud (87,2 Prozent günstiger in Kanada) Musik streamt, spart mit dem „VPN-Trick“ vergleichsweise wenig. Die „Napster Music Flatrate + Mobile“ ist in Brasilien (4,22 Euro) immerhin noch 135,8 Prozent günstiger als in Deutschland (9,95 Euro). „Soundcloud Go“ ist in Kanada mit 3,20 Euro (4,99 Dollar) hingegen „nur“ 87,2 Prozent günstiger als in Deutschland (5,99 Euro). Fast schon marginal fällt die Ersparnis bei Audible aus: Das Hörbuch-Abo ist in Großbritannien vergleichsweise günstig. Auf der Insel kostet es 9,99 Pfund, umgerechnet also 9,15 Euro. Gegenüber den deutschen Preisen bedeutet dies aktuell eine Ersparnis von mageren 80 Cent (8,74 Prozent).

 

Wer gerne günstig Serien und Filme streamen möchte, ist erstens auf Netflix und zweitens auf die Türkei angewiesen. Alle drei Abo-Formen sind hier günstiger als in Deutschland. Das für ein Gerät gültige und nicht HD-fähige Basic-Abo kostet in der Türkei statt 7,99 so nur 3,23 Euro. Etwas teurer ist das HD-fähige und für zwei Geräte gültige Standard-Abo: In der Türkei kostet es 5,66 Euro, in Deutschland 10,99 Euro. Und das für vier Geräte zulässige Premium-Abo schlägt hierzulande mit 13,99 Euro/Monat zu Buche, kostet in der Türkei aber nur 8,08 Euro.  Film- und Serienfans können mit dem „VPN-Trick“ also zwischen 73,1 Prozent („Netflix Premium“) und 147,4 Prozent („Netflix Basic“) sparen.

 

Das Angebot kann von Land zu Land variieren

Wieso die Preise für Streaming-Dienste weltweit schwanken, lässt sich nicht pauschal sagen. Ein wesentlicher Grund ist die Kaufkraft. Sie ist in Frankreich oder Deutschland größer als etwa in Brasilien oder Indien. Bei einem Durchschnittseinkommen von 253 Euro/Monat (Quelle: GTAI) kann kaum ein Inder 9,99 Euro fürs Musikhören ausgeben. Einige Angebote, speziell für Musik, Filme und Serien, unterscheiden sich aber auch inhaltlich. Fans deutscher Filme dürften sich so mit dem türkischen Netflix-Angebot eher schwertun während amerikanische Blockbuster weltweit abrufbar sind. Der Grund ist simpel: Streaming-Anbieter kaufen Lizenzrechte für Filme und Musik aus Kostengründen oft nur für einzelne Länder. Film- und Musik-Fans sollten deshalb prüfen, ob ihnen ein ausländisches Angebot auch zusagt. Die Angebote aus den Bereichen Sport und Gaming sind indes weltweit nahezu gleich.

 

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Das sind VPN-Clients und so funktionieren sie

Um von den teils kräftigen Preisvorteilen zu profitieren, müssen Verbraucher ihre eigentliche Herkunft (IP-Adresse) verschleiern. Hierbei helfen Virtual Private Networks (VPN). In diese virtuellen Netzwerke können sich Verbraucher mithilfe von kleinen, meist kostenpflichtigen Computerprogrammen einwählen. Einmal installiert, können Verbraucher über das Menü dieser Programme mit wenigen Mausklicks statt ihrer eigentlichen IP-Adresse beispielsweise die Adresse eines zum Netzwerk gehörenden und in der Türkei liegenden Servers auswählen. Rufen sie nun mit der neuen virtuellen IP-Adresse zum Beispiel die Internetseite netflix.com in ihrem Browser auf, sehen sie die günstigen türkischen statt der teuren deutschen Preise und können sich zu diesen Konditionen anmelden.

 

Verbraucher sollten die Kosten für VPN-Clients einberechnen

Bevor Verbraucher einen VPN-Client installieren, sollten sie sich mit den einzelnen Anbietern und ihren Tarifen vertraut machen. Der Markt kennt Dutzende VPN-Clients und kaum einer ist kostenlos. Zwar lassen sich fast alle Clients in abgespeckter Version oder mit Geld-zurück-Garantie testen. Wer längere Zeit über einen VPN-Client streamen oder spielen möchte, kommt aber nicht um eine kostenpflichtige Version umhin. Avira bietet mit dem „Avira Phantom VPN“ beispielsweise einen kostenlosen, aber auf 500 MB pro Monat limitierten VPN-Client an. 

Dieses Datenvolumen reicht für Streaming nicht aus. Film- und Musikfans müssen so den Dienst „Avira Phantom VPN Pro“ abonnieren. Dieser kostet monatlich 7,95 Euro oder – im Jahres-Abo – glatte 5 Euro/Monat. Preislich liegt er damit im Mittelfeld: Je nach Anbieter und Abo-Modell bewegen sich die Kosten für einen VPN-Client zwischen 2,29 Dollar und 12,99 Euro pro Monat.

 

Die Zahl der Server, Länder und Endgeräte helfen bei der Wahl des VPN-Clients

Verbraucher sollten bei der Wahl des VPN-Clients auch darauf achten, über wie viele Server ein Anbieter verfügt, in wie vielen Ländern diese Server stehen und mit wie vielen Endgeräten Verbraucher den VPN-Dienst gleichzeitig nutzen können. „Viel hilft viel“ kann bei allen drei Punkten als Faustregel gelten. Je mehr Server ein Anbieter hat, umso besser verteilt sich die Nachfrage und umso stabiler und schneller ist die Internetverbindung. Je internationaler ein Anbieter aufgestellt ist, desto größer sind die Möglichkeiten, wirklich das weltweit günstigste Streaming-Angebot zu finden. Und letztlich lassen sich die Kosten für VPN-Dienste auch teilen, wenn sich mehrere Endgeräte gleichzeitig über den Dienst einwählen können. Die zwanzig größten VPN-Clients verfügen im Mittel über 755 Server in 56 Ländern und lassen sich gleichzeitig auf vier Endgeräten nutzen. Die Unterschiede sind jedoch groß, wie sich der Tabelle im Anhang entnehmen lässt.

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Christian Solmecke stuft VPN-Clients als rechtlich unproblematisch ein

Aus rechtlicher Sicht ist die Nutzung von VPN-Clients unproblematisch. Dies sagen zumindest zahlreiche Anwälte für Internet- und Medienrecht. Auch Rechtsanwalt Christian Solmecke, Partner der Kölner Medienrechtskanzlei Wilder Beuger Solmecke, sieht die Nutzung von VPN-Clients aus rechtlicher Sicht als unproblematisch an: „Meiner Auffassung nach stellen Geosperren keine wirksamen technischen Schutzmaßnahmen im Sinne des Gesetzes dar. Daraus ergibt sich: Umgehe ich die Schutzmaßnahme, handle ich nicht urheberrechtswidrig. Das Ansehen eines Videos auf einem ausländischen Streaming-Portal unter Umgehung der Geosperre ist somit nach meiner Auffassung rechtmäßig. Die genaue Beurteilung dieses Sachverhalts ist unter Juristen allerdings noch umstritten, einschlägige Urteile fehlen bislang. Nutzern, die Geosperren durch VPN-Clients oder Proxy umgehen, drohen meiner Ansicht nach damit keine rechtlichen Folgen. Allerdings steht es zumeist den Anbietern frei, eine Nutzung zu untersagen. Denn fühlt sich ein Anbieter geschädigt, wird er sich selbst zur Wehr setzen und unberechtigte Konten sperren. Und ein solches Vorgehen wäre rechtmäßig, denn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verbieten zumeist den Zugriff. Eine Verfolgung und Ermittlung wäre für die Anbieter jedoch äußerst kostenaufwendig und zudem technisch kaum umzusetzen.“ 

 

Infografiken

Infografiken zur freien redaktionellen Verwendung finden Sie hier: https://mdz.me/vpngrafiken

Über mydealz: 

mydealz (www.mydealz.de) wurde im Jahr 2007 von Fabian Spielberger als Blog gegründet und ist heute mit 35,5 Millionen Sessions pro Monat das größte deutsche Social-Commerce-Netzwerk. 6,7 Millionen Konsumenten (Unique User) nutzen mydealz, um Angebote einzustellen, zu diskutieren und zu bewerten und so Produkte zu den besten Konditionen am Markt zu finden. Seit 2014 ist mydealz Teil der Pepper.com-Gruppe, die als weltweit größte Shopping-Community 25 Millionen Verbraucher pro Monat erreicht und 12.000 Kaufentscheidungen pro Minuten beeinflusst. Zu Pepper.com zählen neben mydealz die Plattformen Buenosdeals (USA), CholloMetro (Spanien), Dealabs (Frankreich), DesiDime (Indien), HotUKDeals (Großbritannien), NL.Pepper.com (Niederlande), Pelando.com.br (Brasilien), Pelando.sg (Singapur), Pepper.co.kr (Süd-Korea), Pepper.pl (Polen), Preisjäger (Österreich) und Promodescuentos (Mexiko).

 

Autorenprofil Christan Solmecke

Christian Solmecke hat sich als Rechtsanwalt und Partner der Kölner Medienrechtskanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE auf die Beratung der Internet und IT-Branche spezialisiert. So hat er in den vergangenen Jahren den Bereich Internetrecht/E-Commerce der Kanzlei stetig ausgebaut und betreut zahlreiche Medienschaffende, Web 2.0-Plattformen und App-Entwickler.

 

Pressekontakt: 

Pepper Media Holding GmbH

Herr Michael Hensch

Torstraße 164

10115 Berlin

Telefon: 0176 633 47 407

E-Mail: michael@pepper.com

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Über Pepper Media Holding

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