Studie zum Shopping-Event Black Friday: So beliebt ist die US-Tradition in Deutschland und Europa

Auf einen Blick

  • Neun von zehn Deutschen kennen den Black Friday, sechs von zehn kaufen an ihm ein
  • 41,3 Prozent der Deutschen geben bis zu 100 Euro, 3,5 Prozent geben mehr als 300 Euro aus
  • Verbraucher möchten vor allem Kosmetik, Mode und Lebensmittel kaufen
  • Online geben 6,0 Prozent der Verbraucher mehr als 300 Euro aus, im klassischen Handel sind es nur 2,8 Prozent

Berlin, 7. November 2017. Neun von zehn Deutschen kennen den Black Friday als Shopping-Event. Sechs von zehn kaufen dieses Jahr am Black Friday (24. November) ein. Das ist das Ergebnis einer vom Verbraucherforum mydealz.de in Auftrag gegebenen repräsentativen Studie. Erstmals überhaupt zeigen die von Statista erhobenen Daten, wie bekannt das 2006 aus den USA importierte Shopping-Event hierzulande ist, wieviel wir Deutschen dieses Jahr am Black Friday ausgeben und welche Produkte besonders häufig im Warenkorb landen. Die Studie lässt zudem einen Vergleich mit den vier anderen großen Wirtschaftsnationen Europas zu.

 

Deutschland liegt mitten in Europa – geographisch und auch, was den Black Friday angeht. Das zeigt die nun erstmals von mydealz vorgestellte Studie zum Black Friday. Das Verbraucherforum wollte von 6.000 Konsumenten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien wissen, wie sie zum Black Friday stehen.* Das Ergebnis zeigt: Elf Jahre nach seiner Premiere ist der Black Friday in Deutschland angekommen.

 

Der Black Friday ist in Deutschland und Europa angekommen

Händler dürfen sich dieses Jahr am Black Friday auf starke Umsätze freuen. Ein Garant hierfür ist die hohe Bekanntheit der schon 2006 von Apple in Deutschland eingeführten Tradition: Nur 112 von 1.002 Befragten (11,18 Prozent) gaben bei der von mydealz beauftragten Studie an, sie würden den Black Friday nicht kennen. Neun von zehn Deutschen (88,82 Prozent) kennen das Shopping-Event hingegen. Sehr bekannt ist der Black Friday vor allem in der Altersgruppe der 25 bis 34-jährigen (99,3 Prozent) und 16 bis 24-jährigen (96,24 Prozent). Ältere Verbraucher fremdeln hingegen mit dem Shopping-Event: Jeder vierte Verbraucher im Alter über 65 Jahren (25,11 Prozent) kennt den Black Friday noch nicht.

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Unterschiede zeigen sich auch beim Vergleich mit den vier anderen größten Wirtschaftsnationen Europas: Was die Bekanntheit des Black Friday angeht, rangiert Deutschland hier nur auf dem vorletzten Platz. Etwas weniger bekannt ist der Black Friday in Frankreich: „Nur“ 88,57 Prozent der Franzosen kennen den Black Friday. Verbreiteter ist das Shopping-Event hingegen in Italien (94,85 Prozent) und Spanien (96,62 Prozent). In Großbritannien verfügt der Black Friday über die längste Tradition in Europa und damit – wenig überraschend – auch über die größte Bekanntheit: 98,35 Prozent der Briten kennen das Shopping-Event, das auf der Insel dieses Jahr bereits zum fünfzehnten Mal stattfindet.

 

Vor allem jüngere Verbraucher möchten am Black Friday einkaufen

So bekannt der Black Friday in Deutschland ist, so beliebt ist er auch bei vielen Konsumenten: Sechs von zehn Deutschen (62,33 Prozent) planen dieses Jahr am Black Friday einzukaufen. Vor allem jüngere Verbraucher fiebern der „Rabattschlacht“ entgegen: Von den 16 bis 24-jährigen möchten, der mydealz-Umfrage zufolge, 78,95 Prozent, von den 25 bis 34-jährigen sogar 82,04 Prozent am Black Friday auf Shopping-Tour gehen. Auf weniger Akzeptanz stößt das Verkaufs-Event hingegen bei älteren Verbrauchern: Nur jeder zweite 55 bis 64-jährige (50,0 Prozent) und nur vier von zehn Konsumenten (38,24 Prozent) im Alter über 65 Jahren planen, am Black Friday einzukaufen.

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Das Stimmungsbild bestätigt sich beim Blick auf den Teil der Konsumenten, die den Black Friday zwar kennen, aber an ihm bewusst nicht einkaufen möchten: Dieser ist mit 35,36 Prozent bei den 55 bis 64-jährigen und mit 36,65 Prozent bei den über 65-jährigen am stärksten ausgeprägt. Von den jüngeren Verbrauchern im Alter von 16 bis 24 Jahren (17,29 Prozent) und 25 bis 34 Jahren (17,25 Prozent) verzichtet hingegen nur jeder sechste bewusst darauf, am Black Friday einzukaufen.

Männer sind dem Black Friday gegenüber aufgeschlossener als Frauen: Von den für mydealz befragten Deutschen gaben 64,87 Prozent der Männer, aber nur 62,08 Prozent der Frauen an, am Black Friday einzukaufen. Der Anteil der Konsumenten, die den Black Friday kennen, aber an ihm nicht einkaufen möchten, lag bei den Frauen mit 28,14 Prozent etwas höher als bei den Männern (24,85 Prozent).

 

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland – was die Zahl der „Black-Friday-Käufer“ angeht – auf dem dritten Platz. In Großbritannien (59,28 Prozent) und Frankreich (59,43 Prozent) planen weniger Verbraucher, am Black Friday einzukaufen. In Italien (71,95 Prozent) und Spanien (72,94 Prozent) möchten sich – vielleicht auch wegen der angespannten wirtschaftlichen Situation – hingegen deutlich mehr Verbraucher am Black Friday das eine oder andere Schnäppchen sichern.

Deutsche Verbraucher geben am Black Friday vergleichsweise wenig aus

Dass viele Deutsche am Black Friday einkaufen möchten, heißt nicht, dass sie dann auch viel ausgeben. Das macht ein anderer Teil der Umfrage deutlich: mydealz wollte von den Konsumenten wissen, für wie viel Euro beziehungsweise Pfund sie am Black Friday, grob geschätzt und voraussichtlich, einkaufen werden. Zur besseren Vergleichbarkeit haben die Studienautoren Verbraucher dabei in drei Gruppen eingeteilt: „Small spender“ (Ausgaben unter 100 Euro), „Medium Spender“ (Ausgaben von 100 bis 300 Euro) und „Big Spender“ (Ausgaben über 300 Euro).

 

Dieser Einteilung folgend, entpuppen sich 41,32 Prozent der Deutschen als „Low Spender“ und 17,51 Prozent als „Medium Spender“. Der Anteil der „Big Spender“ ist hingegen vergleichsweise gering: Nur 3,49 Prozent der Deutschen möchten am Black Friday mehr als 300 Euro ausgeben. Und nur jeder Hundertste Deutsche plant, am Black Friday mehr als 500 Euro auszugeben.

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Auch beim Budget unterscheiden sich jüngere und ältere Verbraucher deutlich in ihrem Einkaufsverhalten: Vor allem Konsumenten im Alter zwischen 25 und 44 Jahren planen für den diesjährigen Black Friday mit größeren Ausgaben. Jeder vierte Verbraucher zwischen 25 und 34 (24,65 Prozent) und fast jeder Dritte zwischen 35 und 44 Jahren (28,92 Prozent) möchte zwischen 100 und 300 Euro ausgeben. Der Anteil der „Big Spender“ liegt in beiden Altersgruppen sogar deutlich oberhalb des Durchschnitts – bei 4,23 beziehungsweise 7,03 Prozent. Auf der anderen Seite stehen – auch hier wieder – ältere Verbraucher, allen voran die über 65: Der Anteil der „Medium Spender“ liegt unter den vor dem Jahr 1952 Geborenen nur bei 5,43 Prozent, der Anteil der „Big Spender“ sogar bei mageren 0,45 Prozent.

 

Bei den Pro-Kopf-Ausgaben zum Black Friday liegt Deutschland auf dem vorletzten Platz – sowohl bei den „Medium“ als auch bei den „Big Spendern“. Spitzenreiter bei den „Medium Spendern“ sind Spanien und Italien: 25,72 Prozent der Spanier und 25,4 Prozent der Italiener planen am Black Friday zwischen 100 und 300 Euro auszugeben. In Frankreich sind es 18,56 Prozent, in Großbritannien sogar nur magere 16,60 Prozent.

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Unter den Briten finden sich dafür aber vergleichsweise viele „Big Spender“: 4,64 Prozent der Briten möchten am Black Friday – umgerechnet – mehr als 300 Euro ausgeben. Weder Händler aus Spanien (4,58 Prozent) oder Italien (4,4 Prozent) dürfen sich über ähnlich viele „Big Spender“ freuen. Wenig ausgabefreudig scheinen die Franzosen zu sein: Nur 3,44 Prozent unserer westlichen Nachbarn planen, am Black Friday mehr als 300 Euro auszugeben.

Kosmetik, Mode und Lebensmittel sind die „Bestseller“ am Black Friday

Apple war – Medienberichten zufolge – 2006 das erste große Unternehmen in Deutschland, das zum Black Friday mit Rabatten geworben hat. Sein Ziel war es damals, den Verkauf des iPods anzukurbeln. Ob der Plan aufging, ist nicht bekannt. Fest steht nur, dass Verbraucher elf Jahre später andere Produkte im Visier haben: Kosmetikartikel (36,34 Prozent), Mode und Accessoires (32,3 Prozent) und – überraschender Weise – auch Lebensmittel (29,04 Prozent) wurden von Verbrauchern besonders häufig als Antwort auf die Frage genannt, welche Produkte sie am Black Friday kaufen möchten. Den Tag nutzen Verbraucher so scheinbar auch, um sich – angesichts der dann vielerorts niedrigen Preise – auch mit Dingen des täglichen Bedarfs einzudecken.

 

Dieser Eindruck verfestigt sich beim Blick auf die übrigen Warengruppen in den Top-10. Hier finden sich pragmatische Produkte neben solchen, die auch als Weihnachtsgeschenk gedacht sein könnten. Produkte für Haus und Garten (28,26 Prozent) und Sport und Freizeit (26,55 Prozent) liegen so auf Rang vier und fünf. Auf sie folgen Haushaltselektronik (23,76 Prozent), Schmuck und Uhren (21,58 Prozent) sowie Filme auf DVD und Blu-ray Disc (19,72 Prozent) auf Rang sechs bis acht. Vervollständigt werden die Top-10 von Videospielen und Konsolen (19,57 Prozent) und Notebooks und Computern (19,41 Prozent), mit deren Kauf am Black Friday jeder fünfte Verbraucher liebäugelt.

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Je nach Alter und Geschlecht variieren die Vorlieben leicht: Mode und Accessoires liegen so beispielsweise bei Frauen (39,81 Prozent) auf Rang zwei, bei Männern (25,15 Prozent) jedoch nur auf Rang sechs der am Black Friday beliebtesten Warengruppen. Produkte aus dem Bereich Sport und Freizeit liegen dafür bei Männern (29,70 Prozent) auf Rang zwei, bei Frauen (23,25 Prozent) aber nur auf dem sechsten Platz der am Black Friday begehrten Produkte. Bei Verbrauchern zwischen 55 und 64 Jahren (33,33 Prozent) und ab 65 Jahren (28,89 Prozent) stehen Lebensmittel hingegen am höchsten im Kurs während sie es bei den 25 bis 34-jährigen (23,73 Prozent) gerade einmal auf Platz 13 schaffen. Nur in dieser Altersgruppe schaffen es hingegen Videospiele und Konsolen auf den fünften Platz: Fast jeder dritte 25 bis 34-jährige (31,36 Prozent) hat sie für den Black Friday auf seinem Einkaufszettel stehen.

Online-Händler liegen am Black Friday leicht im Vorteil

Anders als in den USA fand der Black Friday hierzulande in den ersten Jahren überwiegend im Internet statt. Statt klassischen Händlern läuteten vor allem Online-Shops mit Rabatten die „heiße Phase“ des Weihnachtsgeschäfts ein. Stationäre Einzelhändler zogen erst später nach. Seit drei, vier Jahren versuchen Händler aus mehreren Städten, Kunden mit gemeinsamen Aktionen in die Einkaufszonen zu locken und so ein Gegengewicht zur Konkurrenz aus dem Internet zu schaffen. 

 

An den Studienergebnissen lässt sich diese Entwicklung noch heute ablesen: 63,47 Prozent der Deutschen möchten dieses Jahr am Black Friday im Internet einkaufen, aber nur 61,18 Prozent im klassischen Handel. Zwar ist der Online-Handel nirgends so sehr im Vorteil wie in der Altersgruppe der 35 bis 44-jährigen, von denen 75,68 Prozent online, aber nur 72 Prozent im klassischen Handel einkaufen möchten. Selbst in der Altersgruppe der über 65-jährigen liegen Online-Händler aber leicht im Plus: 38,44 Prozent der Senioren planen, am Black Friday online zu shoppen. Nur 37,0 Prozent möchten an dem Tag hingegen im klassischen Handel einkaufen.

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Noch stärker unterscheiden sich die Ausgaben, mit denen Verbraucher für den Black Friday planen. Online-Händler sind auch hier im Vorteil. Einerseits liegt der Anteil der „Small spender“ – also der Verbraucher die weniger als 100 Euro ausgeben möchten – im klassischen Handel bei 43,11 Prozent, im Internethandel aber nur bei 39,52 Prozent. Andererseits dürfen sich Online-Shops auf größere Warenkörbe freuen: Jeder fünfte Verbraucher (19,46 Prozent) möchte am Black Friday online zwischen 100 und 300 ausgeben während der Anteil der „Medium Spender“ im klassischen Handel nur bei 15,57 Prozent liegt. Der Anteil der „Big Spender“ dürfte am Black Friday im Internethandel hingegen bei 5,99 Prozent liegen, im klassischen Handel aber mit 2,8 Prozent bei weniger als der Hälfte.

 

Die Ausgaben zwischen Online- und klassischem Handel unterscheiden sich auch deshalb so stark, weil Verbraucher am Black Friday im Internet andere Produkte kaufen als im Laden um die Ecke. Lebensmittel etwa dürften am Black Friday bei jedem vierten Verbraucher (24,63 Prozent) im Warenkorb landen, der im klassischen Handel einkauft. Für den Online-Handel spielen sie aber kaum eine Rolle. Hier rangieren Lebensmittel nicht auf Rang 1, sondern auf Rang 18 und stehen bei gerade einmal 7,08 Prozent der Verbraucher auf dem Einkaufszettel. Kostspieligere Produkte wie Mode und Accessoires (25,16 vs. 20,39 Prozent), Haushaltselektronik (17,45 vs. 12,89 Prozent) und selbst Schmuck und Uhren (15,88 vs. 11,09 Prozent) möchten hingegen deutlich mehr Verbraucher im Internet als im klassischen Handel kaufen.

 

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Infografiken für Web und Print können Sie hier herunterladen und unter Angabe des Urhebers (mydealz.de) kostenfrei redaktionell nutzen.

Die Pressemitteilung im pdf-Format inkl. Statistik-Teil finden Sie hier.

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*Hinweis zur Methodik:

Die oben genannten Zahlen sind Ergebnisse einer Studie, die das Marktforschungsunternehmen Statista Ende September 2017 im Auftrag des zu Pepper.com gehörenden Verbraucherforums mydealz.de durchgeführt hat. In Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien hat Statista hierbei jeweils 1.000, in Großbritannien 2.000 Konsumenten nach ihrem Einkaufsverhalten befragt. Die Fragestellung lautete „Grob geschätzt, für wie viel Euro werden Sie voraussichtlich am Black Friday einkaufen?“ und „Welche Produkte werden Sie am Black Friday voraussichtlich kaufen?“. Gearbeitet wurde mit online-repräsentativen Bevölkerungstichproben, die für jedes Land einzeln mittels fester Quoten bezüglich des Geschlechts, Alters und der Region gebildet wurden.

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Über mydealz:

mydealz (www.mydealz.de) wurde im Jahr 2007 von Fabian Spielberger als Blog gegründet und ist heute mit 22,5 Millionen Visits pro Monat das größte deutsche soziale Netzwerk für Shopping. Über 650.000 registrierte Konsumenten nutzen mydealz, um Angebote einzustellen, zu diskutieren und zu bewerten und so Produkte zu den besten Konditionen am Markt zu finden. mydealz ist Teil der Pepper.com-Gruppe, die mit eigenen Social Commerce-Netzwerken in zwölf Ländern auf drei Kontinenten vertreten ist. In Summe verzeichnen die Pepper.com-Netzwerke Buenosdeals.com (USA), Promodescuentos (Mexiko), HotUKDeals.com (Großbritannien), Dealabs.com (Frankreich), Nl.Pepper.com (Niederlande), Preisjaeger.at (Österreich), Pelando.com.br (Brasilien), Pelando.sg (Singapur), Pepper.pl (Polen), DesiDime.com (Indien) und Pepper.co.kr (Südkorea) über 500 Millionen Seitenaufrufe pro Monat.

Über Pepper Media Holding

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