Zehn Fakten zum Black Friday und Cyber Monday: Das sollten Verbraucher zum Shopping-Event wissen

Berlin - 2. November 2017. Morgen in drei Wochen, am 24. November, beginnt für den Handel mit dem Black Friday die vielleicht umsatzstärkste Zeit des Jahres. 2016 kauften Verbraucher allein an den vier Tagen vom Black Friday bis zum Cyber Monday für 1,1 Milliarden Euro ein. Hält das Wachstum der Vorjahre an, setzen Händler dieses Jahr satte 1,3 Milliarden Euro um. Was es mit dem Black Friday und Cyber Monday auf sich hat, erklärt das Verbraucherforum mydealz.de. Die Einkaufsexperten haben zehn Fakten zusammengestellt, die helfen, das Shopping-Event besser zu verstehen.

 

1) Der Black Friday findet am 24. November statt

Der Black Friday findet immer am vierten Freitag im November statt, dieses Jahr also am 24. November. Die Rabattaktionen beginnen aber schon früher und dauern länger: Amazon startete mit der „Cyber Monday Woche“ in den letzten Jahren schon am Montag vor dem Black Friday einen einwöchigen Sonderverkauf. Zahlreiche Online-Shops folgten diesem Beispiel. Die ersten Schnäppchen konnten Verbraucher so schon vor dem eigentlichen Black Friday machen. Das große Finale der Schnäppchenjagd ist traditionell der Montag nach dem Black Friday, der Cyber Monday (27. November).

 

2.) Der Black Friday kommt aus den USA

Der Black Friday feierte seine Premiere am 24. November 1961 in Philadelphia (Pennsylvania, USA). Am Brückenfreitag nach Thanksgiving (Erntedankfest) lockten lokale Händler damals so viele Konsumenten mit Rabattaktionen in die Innenstadt, dass die Polizei die Menschenmenge nur noch als „schwarze Masse“ wahrnahm und dem Tag den Namen „Black Friday“ gab. Inzwischen ist der Black Friday in den gesamten USA einer der umsatzstärksten Tage des Jahres. 2016 kauften, der National Retail Federation zufolge, 154 Millionen Amerikaner am Black Friday ein. Den Umsatz bezifferte Adobe für das Black Friday-Wochenende auf 37,3 Milliarden Euro.

 

3.) Der deutsche Black Friday findet dieses Jahr bereits zum zwölften Mal statt

Im Vergleich zu den USA ist der Black Friday hierzulande zwar noch ein relativ neues Phänomen. Er findet in diesem Jahr aber nicht, wie von manch einem postuliert, erst zum fünften, sondern bereits zum zwölften Mal statt. Am 24. November 2006 senkte Apple als erstes Unternehmen in Deutschland die Preise, vor allem um den damals stockenden Absatz des iPods anzukurbeln. Inzwischen hat der Black Friday deutlich an Breitenwirkung gewonnen. Erst adaptierten andere Elektronikunternehmen das Shopping-Event. Inzwischen werben am Black Friday Hunderte Unternehmen mit Rabatten – Anbieter von Elektronikartikeln und Mode, aber auch Drogerien und selbst Lebensmittelhändler.

 

4.) Der Black Friday ist nicht der umsatzstärkste Tag des Jahres

Der Black Friday wird oft als der Tag wahrgenommen, an dem der Handel den höchsten Umsatz erzielt. Studien lassen hieran aber Zweifel aufkommen. So bezifferte das Centre for Retail Research den Umsatz für den Black Friday auf 360 Millionen, für den Cyber Monday auf 405 Millionen und für den 23. Dezember („Panic Friday“) sogar auf satte 927 Millionen Euro. Die Wirtschaftsauskunftei Bürgel erkannte im 12. Dezember den umsatzstärksten Tag 2016. Harte Zahlen nannte Bürgel zwar nicht, sprach aber davon, die Bonitätsabfragen hätten sich „an diesem Tag um 31,5 Prozent gegenüber der durchschnittlichen Zahl an einem Montag“ erhöht.

 

5.) Der Black Friday hat keinen Veranstalter und kein gemeinsames Portal

Genauso wie früher der Sommer- und Winterschlussverkauf kennzeichnen sich der Black Friday und Cyber Monday durch ihren dezentralen Charakter: Beide Shopping-Events haben weder einen Veranstalter noch einen Organisator. Verbraucher müssen deshalb auch kein bestimmtes Portal aufrufen, um ein Angebot nutzen zu können. Vielmehr senken Hunderte Händler unabhängig voneinander ihre Preise während Internetseiten wie die Shopping-Community mydealz.de sowie regionale und überregionale Medien den Black Friday und Cyber Monday begleiten.

 

6.) Der Black Friday hat die Innenstädte erreicht

Anders als in den USA und in Großbritannien haben in Deutschland jahrelang nur Internethändler ihre Preise zum Black Friday gesenkt. Erst seit 2015 folgen auch klassische Händler ihrem Beispiel. Letztes Jahr verabredeten sich so Einzelhändler in Städten wie Berlin, Kaufbeuren, Salzburg, Wien und Würzburg zu Rabattaktionen, um Kunden am Black Friday in ihre Läden zu locken und ein Gegengewicht zur Konkurrenz aus dem Internet zu schaffen. Dieses Jahr geht der Black Friday noch mehr in die Breite: Händler werben am 24. November - ersten Medienberichten zufolge - unter anderem in Althengstett (Schwarzwald), Meschede (Sauerland) und Kitzingen (Mainfranken) mit Rabatten.

 

7.) Im Schnitt können Verbraucher 40,1 Prozent sparen

Manche Händler und Portale werben am Black Friday mit vollmundigen Versprechen. Glaubt man der Werbung, können Kunden dort „bis zu 80 Prozent“ sparen. Das klingt toll, ist aber meistens falsch. Wie eine Analyse des Verbraucherforums mydealz.de zeigt, konnten Verbraucher in den letzten vier Jahren am Black Friday durchschnittlich nur 40,1 Prozent sparen. Der Grund für den Unterschied? Viele Händler berechnen den Rabatt ausgehend vom Unverbindlichen Verkaufspreis (UVP) – einer Empfehlung des Herstellers, der in der Realität ohnehin kaum ein Händler folgt. Tatsächlich ist der Marktpreis oft deutlich niedriger.

 

8.) Der Black Friday ist eine äußerst umstrittene „Wortmarke“

2016 erhielten mehrere Händler Abmahnungen, die mit dem Begriff „Black Friday“ warben. Der Grund war so simpel wie absurd: Beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) ist der Black Friday seit dem Jahr 2013 als „Wortmarke“ registriert. Die in Hongkong ansässige Super Union Holding Ltd. sicherte sich 2016 die „Markenrechte“ und versuchte, diese juristisch durchzusetzen. Ob ein so beschreibender, allgemeingebräuchlicher Begriff wie der Black Friday überhaupt als Marke eingetragen werden darf und schutzfähig ist, bezweifeln zahlreiche Juristen. Beim DPMA sind deshalb bereits 14 Anträge eingegangen, die Marke zu löschen.

 

9.) Cyberkriminelle sind am Black Friday äußerst aktiv

Ausgaben von über einer Milliarde Euro an nur einem einzigen Wochenende wecken in unschöner Regelmäßigkeit auch kriminelle Energie: Betrüger versuchen rund um den Black Friday an Zahlungsdaten und somit letztlich auch an das Geld argloser Konsumenten zu kommen. Bei ihnen unbekannten Online-Shops sollten Verbraucher deshalb auf Prüfsiegel wie das von Trusted Shops und eine verschlüsselte Datenübertragung achten. Erkennbar ist diese in vielen Browsern am geschlossenen Bügelschloss in der Adresszeile sowie am „https://“ in der Internetadresse. Zudem sollten Verbraucher tunlichst keine Anhänge und Links von verdächtigen E-Mails öffnen.

 

10.) Schnäppchen warten auch noch im Dezember

Verbraucher, die günstig einkaufen möchten, sollten sich nicht nur auf den Black Friday und Cyber Monday konzentrieren. Sie sind zwar die bekanntesten Shopping-Events vor Weihnachten. Tatsächlich haben Verbraucher aber auch noch im Dezember zahlreiche Chancen, günstig einzukaufen: Viele Händler reduzieren dann - angelehnt an einen klassischen Adventskalender - die Preise für täglich wechselnde Produkte oder Warengruppen.

 

Über mydealz (www.mydealz.de):

 

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